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preisträger 2009 - feierliche preisverleihung in köln

Am 4. November um 20 Uhr wurden die 13 besten Filme und Beiträge des Nachwuchswettbewerbs kurzundschön in Köln ausgezeichnet. Zusätzlich wurden 5 Nachwuchstalente für ihre Filme und Produktionen von den Jurys lobend erwähnt. (Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung)

Vor 450 Gästen wurden die preisgekrönten Werke im Kino Cinenova präsentiert und prämiert. Die Preisträger studieren u.a. an der Filmakademie Baden-Württemberg, der Hochschule für Bildende Künste Saar, der Hochschule für Kunst und Design Halle, der Kölner KISD, der Fachhochschule Düsseldorf und der HFF München. Geld- und Sachpreise im Wert von 25.000 € wurden vergeben.



Portraits der Preisträgerinnen und Preisträger

Kurzfilm
WDR Kategorie 2009
Motion Design
Werbespots, Social Spots
Mobile Miniaturen
Avid-Preis für das beste editing

Kategorie Kurzfilm: Kurze Geschichten, Animationsfilm, Music Clips, Expermimentalfilm

Preis für Experimentalfilm: Gerhard Funk


"2,5mgo" , 4:18 Min.
Regie, Kamera, Schnitt, Produktion: Gerhard Funk
Musik: Sascha Ring (Apparat), mit freundlicher Genehmigung von "shitkatapult"
Hochschule: Hochschule der Bildenden Künste Saar

Gerhard Funks Video zeichnet sich durch eine sehr gelungene Umsetzung des Musikstücks "Silizium" von "Apparat" (DJ Sascha Ring) aus. Zu den knisternden Elektrobeats, unterlegt mit den melancholischen Klängen eines Saxophons oder einer Violine, ziehen Stadtlandschaften an uns vorüber: Fassaden, Oberleitungen, und Wolken - eine fast menschenleere urbane Welt, die nur durch Spiegelungen, Reflexionen und Schatten belebt wird. Aber plötzlich werden diese unspektakulären Bilder spannend: Fahnen, Firmenschilder oder andere Bildsegmente führen ein Eigenleben. Sie rotieren schneller als ihre Umgebung, sie zucken, pulsieren oder ziehen in gegenläufiger Richtung vorbei. Diese Irritationen führen dazu, dass der Betrachter den Bildern nicht mehr traut und aufmerksam wird. Gerhard Funk hat in seiner exzellenten Montagearbeit innerhalb einer Einstellung verschiedene Zeitebenen kombiniert, die mit den vielschichtigen Ereignissen auf der Soundebene subtil korrespondieren. Es ist ein Genuss sich diesem intelligenten Dialog zwischen Bild und Ton hinzugeben.
Jurybegründung: Anna Anders

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Preis für Animationsfilm: Robert Pohle


"Der Conny ihr Pony", 4:50 Min.
Regie, Produktion: Robert Pohle
Drehbuch, Text: Gabriel Vetter
Kamera, Schnitt: Robert Pohle, Martin Hentze
Hochschule: HDK, Burg Giebichstein

"Der Cony ihr Pony" illustriert einen Vortrag des Slam-Poeten Gabriel Vetter. In vielfältiger Collagentechnik bebildert der Film gekonnt den gehetzten Duktus der Erzählung über die kleine Cony, die am Versuch ihr Pony in den Bus von Schaffhausen nach Breite zu schieben verzweifelt. Stilsicher und optisch eigenwillig setzen die Macher eine Vielzahl unterschiedlicher Animationstechniken ein und kombinieren diese zu einer einzigartigen kratzigen Melange die vom "Hü, Pony hü!" des Erzählers amüsant garniert wird. Noch nie ging die Schweiz schöner unter.
Jurybegründung: Marc Schleiss

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Preis narrativer Kurzfilm: Carina Neubohn


"Mittendrin", 9:46 Min.
Regie, Drehbuch, Kamera: Carina Neubohn
Schnitt: Julia Berg
Produktion: CHBP
Ausbildungsstätte: CHBP Gesellschaft für Bild und Ton mbH

In einer Momentaufnahme von nur knapp 10 Minuten gelingt es der jungen Regisseurin Carina Neubohn, dem Zuschauer Einblick in die komplizierte Beziehung einer an MS erkrankten jungen Frau und ihres Freundes und Mitbewohners zu gewähren. Sie bleibt ganz nah bei ihren Figuren und lässt ihnen und damit auch dem Zuschauer zugleich Raum, sie beobachtet sehr genau und lässt in Details und kleinen Gesten eine komplexe Geschichte mit allen Zwischentönen und Konflikten entstehen. Dabei behält der Film bei aller Ernsthaftigkeit des Sujets eine überraschende Leichtigkeit.
Jurybegründung: Andrea Hanke

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WDR Kategorie 2009: packaging, trailer-konzeption für die wdr kurzfilmnacht 2009

1. Preis: Tatjana Krause, Sebastian Kentzler


"WDR - 360 Grad" - Packaging für die WDR-Kurzfilmnacht 2009
Regie, Konzept, Kamera, Schnitt, Produktion:
Tatjana Krause, Sebastian Kentzler
Ton, Musik: Patrick Malcherek
Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf

Begründung: Der Gewinnerbeitrag von Tatjana Krause und Sebastian Kentzler verknüpft Ausschnitte aus den in der WDR-Kurzfilmnacht zu sehenden Filmen mit einer virtuellen Fahrt durch ein tageszeitlich sich veränderndes Panorama NRWs. Die Struktur des Openers und der Trailer ist modern und plakativ und stellt eine untrennbare Verbindung von Inhalt - den Filmen - und Absender - dem WDR - her. Die klare und prägnante grafische und typografische Aufbereitung und Einbindung der Filmsequenzen spiegelt sich in zitathafter Form in Logo und Dauerkennung der WDR-Kurzfilmnacht wider. Die Integration in das Programmdesign von WDR Fernsehen ist sehr gut gelungen. Insgesamt also eine wirklich überzeugende Arbeit.
Jurybegründung: Jürgen Heuser

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2. Preis: Linda Kühhirt, Moritz Ellerich


"Packaging für die WDR-Kurzfilmnacht 2009"
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktion:
Linda Kühhirt, Moritz Ellerich
Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf


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3. Preis: Max Zürker


"Ballon" - Packaging für die WDR-Kurzfilmnacht 2009"
Regie, Drehbuch, Schnitt: Produktion: Max Zürker
Kamera: Christian Ruhnau, Max Zürker
Hochschule: KISD


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Kategorie: Motion Design

Preis Motion Design: Benjamin Swiczinsky


"only human - IFTS Trailer", 1:00 Min
Regie, Drehbuch, Animation, Schnitt, Produktion: Benjamin Swiczinsky
Technical Directors: Thomas Moser, Stefanie Strauß
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg

Der Gewinner überzeugte die Jury aufgrund der einfachen aber in ihrem Ergebnis sehr fantastischen Idee des Weglassens. Wir sehen eine urbane Welt ohne Häuser, ohne Straßen, ohne Transportmittel - eine Welt nur aus Menschen. Doch auch ohne ordnende Strukturen bleiben die zwischenmenschlichen Relationen bestehen. Alles funktioniert weiter wie gewohnt. Der Beitrag "Only Human" wirft Fragen auf. In einer Welt der Fantasie ist alles möglich... oder sind wir etwa selber schon Struktur geworden?
Jurybegründung: Sebastian Kutscher

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Kategorie: Werbespots, Social Spots

1. Preis Werbefilm: Mario Zozin


"OLEG - Life of a Weightlifter", 90 Sek.
Regie, Drehbuch: Mario Zozin
Kamera: Philipp Haberlandt
Schnitt: Felipe Ascacibar
Produktion: Lena Kraeber, Alena Jelinek
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg

Mario Zozin erzählt uns sehr charmant die im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Geschichte des Gewichthebers OLEG. Und genau das müssen gute Werbefilme leisten: Geschichten erzählen, die uns berühren. Mario Zozin gelingt dies vortrefflich, indem er uns in die Welt von OLEG mitnimmt und an seinem gesamten Lebensweg teilhaben lässt. Zurück bleibt ein warmes Gefühl im Bauch. Bingo!"
Jurybegründung: Frank Siegl

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2. Preis Werbefilm: Hanna Maria Heidrich


"Whats your secret?" , 80 Sek.
Regie, Drehbuch: Hanna Maria Heidrich
Kamera: Clemens Baumeister
Schnitt: Tobias Suhm, Benjamin Entrup
Produktion: Alena Jelinek, Dagmar Kalus
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg

"WHAT`S YOUR SECRET" kreiert in einfachen, aber sehr ergreifenden Bildern eine dichte faszinierende Stimmung, die den Zuschauer in seinen Bann zieht. Menschen, unterschiedlichsten Alters berichten von ihren intimsten Geheimnissen, keine Figur wirkt ausgestellt, jeder Darsteller wird von der Regie beeindruckend natürlich und verletzlich gezeigt und geführt. Die große Emotion liegt oft in den Gesichtern von Menschen. Das hat der Film "what´s your secret" glänzend herausgearbeitet. Wir beglückwünschen die Regisseurin zu dieser außergewöhnlichen Regiearbeit.
Jurybegründung: Lars Büchel

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Kategorie: mobile miniaturen: Stories, Serien, Mobisodes, Spiele für Mobilfunk und Internet

Preis mobile miniaturen: Christian Sander


"SYNSE - Synthesize Your Senses" Eine interaktive Visual-Music-Application für das iPhone

Idee, Gesamtkonzept, Design, Prototyp und Umsetzung: Christian Sander
Logo-Design, Beratung: Sabrina Sarabi
User-Interface, Beratung: Benjamin Arndt/agenturzwo
iPhone-Programmierung: Michael Becker
Hochschule: Institut für Musik und Medien, RSH Düsseldorf

"Synse" von Christian Sander, ist eine interaktive Visual-Music Anwendung für das I-Phone, mit Merkmalen interaktiver Spiele für Handys oder für mobile Spielstationen. Play and go: Synse erlaubt eine schnelle, intuitive und kurzweilige Handhabung mit einem hohen Grad an Interaktivität. Play and share: das Programm erlaubt den einfachen und unmittelbaren Austausch selbstkomponierter Sounds und Animationen innerhalb einer peer-group mit entsprechendem "Spaßfaktor". Synse knüpft an die VJ-Kultur an, dies insbesondere in Verbindung mit der Möglichkeit, die visuellen Darstellungen auch groß zu projizieren, um so Gruppen in spielerische Interaktionen einzubeziehen. Eine gelungene Neuschöpfung der Verbindung von Sound und Bild in ein digitales, interaktives Medium.
Jurybegründung: Heide Hagebölling

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Preis mobile miniaturen: Ben Kegler


"DERBE 5 - i against i" Nonlineare Serie mit semidokumentarischem Charakter - Pilotprojekt für mobile Endgeräte

Regie, Drehbuch, Konzept: Ben Kegler
Sounddesign: Peter Nikolai
Kamera: Martin Hanslmayr
Schnitt: Ben Kegler, Moritz von Essen
Produktion: Ben Kegler, DERBENSBRUT
Hochschule: Universität der Künste Berlin

Mit "Derbe 5", einer Serie von kurzen mobisodes für mobile Endgeräte, erzählt Ben Kegler Geschichten von Tom, Marco, Tess, Uschi und Berse, allesamt absolute Individualisten mit ihren kleinen Ticks, Träumen und Lebensentwürfen und dem gemeinsamen Hang zur alternativen Berliner Clubszene. "Derbe 5" ist ein gelungenes Beispiel non-linearer Erzählung und Unterhaltung, das eine flexible Rezeption erlaubt. Zugrunde liegt ein hervorragendes cross-mediales Konzept mit Anbindung an das Internet und weiteren Szene-, Club- und Musikaktivitäten. Hervorzuheben ist die dramaturgische Umsetzung sowohl der einzelnen Episoden wie auch der Gesamtfolge: eine gute non-lineare Erzählstruktur, die zeit- und folgenversetztes Sehen erlaubt. Der Kunstgriff des personen- und in weiteren Folgen gruppenbezogenen Fokus gibt genügend Stoff für neue Folgen. Die Story zeichnet ein sehr authentisches, nahes und glaubwürdiges Bild der Charaktere und des gewählten Milieus. Kameraführung, Montage, Inszenierung und Musik verdichten diesen Eindruck: absolut professionell gemacht. Das Projekt hat gute Akzeptanzvoraussetzungen und ganz sicherlich Kultpotential.
Jurybegründung: Heide Hagebölling

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Preis mobile miniaturen: Torben Liebrecht, Maren Luethje, Florian Schneider, Andreas Hörl


Sven Diego: Integrierte Corporate Entertainment-Kampagne für den Internet-Musiksender MotorTV

Regie: Torben Liebrecht
Konzept: Torben Liebrecht, Maren Luethje, Florian Schneider, Andreas Hörl
Kamera: Nikolai von Graevenitz
Schnitt: Torben Liebrecht, Max Fey, Norbert Keil
Produktion: Luethje&Schneider Filmproduktion, Maren Luethje,
Florian Schneider, Andreas Hörl
Hochschule: Hochschule für Fernsehen und Film München

Wir kennen das Problem: wie können wir unausweichlichen Feiern im familiären oder beruflichen Kontext die originelle Würze oder Gutelaune-Garantie geben: Hier bietet sich Sven Diego, der sympathische und allen Ereignissen gewachsene Alleinunterhalter an. Mit der Figur des "Sven Diego" als liebenswert komischen Sympathieträger präsentiert Torben Liebrecht das gut durchdachte, cross-mediale Konzept einer Corporate Entertainment Kampagne für den Internet Musiksender "Motor-TV". Dahinter verbergen sich eine unterhaltsame Home-Page, Communites, You-Tube-Clips, ein Musikalbum und downloadbare Podcast-Mobisodes für den Spaß unterwegs. Die liebevoll gestalteten Settings und die eckige, etwas laienhaft anmutende Umsetzung unterstützen das Konzept. Eine sehr sympathische Imagekampagne mit Liebe zum Detail, witzig in der Umsetzung, sicherlich mit viralem Kultpotential.
Jurybegründung: Heide Hagebölling

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Kategorie: Avid-Preis für das beste editing


Avid-Preis für das beste Editing: Julia C. Kaiser, Anna-Kristin Nekarda


"Amoklove", 9:20 Min.

Regie, Drehbuch: Julia C. Kaiser
Kamera: Dominik Berg
Schnitt: Anna-Kristin Nekarda
Produktion: Anja Goll
Hochschule: Filmakademie Baden-Württemberg

In Julia Kaisers Kurzfilm "Amoklove" reflektiert der Protagonist die Begegnung mit einer jungen Frau und die gemeinsam verbrachte Zeit. Die daraus geborenen Gefühle bringen seine Pläne ins Wanken - er ist verliebt, verwirrt und muss eine Entscheidung finden. Mit ihm durchlebt der Zuschauer im Zeitraffer die vergangenen drei Wochen. Trotz der wiederkehrenden Orte und "gleichen" Handlungsabläufe sieht man sie immer aus unterschiedlichen Perspektiven- kein Bild wiederholt sich. Genauso wie menschliche Gedanken, schnell Orte und Situationen durchlaufen, wird der Zuschauer durch die rasante Montage in Florians Gefühls-, Gedanken- und Bilderwelt eingesogen. Man bekommt keine bzw. nur kurze Atempausen - kurze Atempausen auch nur, wenn seine Gedanken für einen Moment inne halten. Der Rhythmus bestimmt das Gefühl des Films und man kann sich diesem Gefühl nicht entziehen.
Jurybegründung: Sandeep Mehta

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